•  
  •  
Vor beinahe 100 Jahren entdeckte der amerikanische Osteopath Francis Chapman empirisch die nach ihm benannten neurolymphatischen Reflexpunkte zur Behandlung innerer Organe und Organsysteme. In einer Jahrzehnte währenden Latenzzeit bewärten sich die Punkte in der Praxis, ohne dass die anatomisch-physiologischen Zusammenhänge weiter geklärt worden wären. Das begann sich langsam zu ändern, als George Goodheart in den 1980er Jahren die Bedeutung der neurolymphatischen Punkte für die Muskulatur entdeckte.
Während der letzten Jahre hat sich der Erkenntniszuwachs in der neurolymphatischen Therapie rasant beschleunigt. 
Die neurolymphatischen Punkte beweisen sich als unschätzbares Werkzeug in Diagnostik und Therapie. 

Strukturelle Techniken
Hierzu gehören Gelenktechniken, sowie die Arbeit mit Muskeln und Faszien (u.a. Isotonie, Isometrie, Mobilisationen). Weichteilgewebe wird durch Annäherung behandelt, ein Gelenk durch eine sanfte entlstende Positionierung, verbunden mit einem leichten Halteschub.

Dynamische Techniken
Spontane Reflexantworten und Bewegungen des Gewebes werden begleitet, unterstützt oder durch gezielte Reflextechniken initiiert. Das ist besonders wichtig für die kraniale und viszerale Arbeit. 

Somatopsychische Techniken
Neben der Organbehandlung stehen die therapeutische Kommunikation und Interaktion zwischen dem Patienen und dem Therapeuten im Mittelpunkt. Auf dieser Ebene werden auch Traumen physischer sowie psychischer Art in der Behandlung berücksichtigt und bearbeitet. 

Reflektorische Techniken
Unter den in der Ortho-Bionomie engesetzten Reflextechniken, u.a. die Behandlung der Bindegewebs- und Periostzonen, spielen die neurolymphatischen Punkte zur Diagnosestellung und als therapeutisches Mittel eine herausragende Rolle.